Reinheitsgebot Ingolstadt
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Geschichte des Georgianums und der Fasshalle

Zwei stattliche Großbauten dominieren den Hohe-Schul-Platz in Ingolstadt. Die Rede ist vom im Spätmittelalter errichteten und nach Herzog Georg dem Reichen benannten Collegium Georgianum.

Georg der Reiche, Herzog von Bayern-Landshut stiftete 1494 der Universität Ingolstadt ein Kolleg, das „Neucollegium“. Dort durften begabte, mittelose Studenten aus elf bayerischen Städten kostenfrei wohnen und studieren. Es war die erste Stipendienstiftung de­r Universität Ingolstadt.

1785 wurde das Kolleg von Kurfürst Karl Theodor in ein katholisches Priesterseminar – das zweitälteste der Welt - umgewandelt. Schließlich verlegte man das Seminar zusammen mit der Universität im Jahre 1800 nach Landshut, 1826 nach München. Nach dem Auszug des Priesterseminars stand das Gebäude neun Jahre leer, dann wurde es zum Verkauf angeboten.

1817 etablierte sich die Brauerei Herrnbräu mit einer Gastwirtschaft und einer Hausbrauerei im Hauptgebäude. Die Kirche deren Ausstattung im Zuge der Säkularisierung versteigert worden war, wurde zum Lagerhaus mit mehreren Geschossen umgebaut. 1844 entstand das Nebengebäude der bis heute erhaltenen Fasshalle. Ab 1921 blieb nur die Verwaltung des Herrnbräu im Georgianum zurück, später zog die gesamte Brauerei aus der Innenstadt an die Manchingerstraße.

Über zwanzig Jahre wurde der Gebäudekomplex des Georgianums von der Firma Gummi Kraus genutzt. Die Stadt Ingolstadt erwarb das Georgianum 1981 und führte Instandhaltungsmaßnahmen durch. Seit Herbst 200 gibt es den von Ingolstädter Bürgerinnen und Bürgern gegründeten „Förderverein Georgianum“, der sich die Erhaltung und sinnvolle öffentliche Nutzung des Georgianums zum Ziel gesetzt hat.

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Die Fasshalle

Die Fasshalle wurde im Rahmen der Nutzung des Georgianums als Brauereigebäude durch Herrnbräu erbaut. Das bis heute erhaltene historische Gewölbe sorgt durch seine Architektur für eine einmalige Atmosphäre. 

Als besonderes Highlight während des Festes zum Reinen Bier wurde die Fasshalle 2014 mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm erstmals wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch dieses Jahr bietet das Kulturamt Ingolstadt beim „Fest zum Reinen Bier“ wieder Musik und Unterhaltung in der Fasshalle.

Zusätzlich dazu wird 2016 über das Jahr verteilt ein spannendes Programm zu Ehren des 500-jährigen Jubiläums des Reinheitsgebotes stattfinden. Von Bierverkostungen und Vorträgen rund ums Thema Bier bis zu Konzerten und originell schrägem Kabarett ist dieses Jahr in der Fasshalle für jeden Geschmack etwas geboten.

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Veranstalter
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