Reinheitsgebot Ingolstadt
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Kurioses und Wissenswertes rund ums Bier

Deutsche Bierpioniere in China

Tsingtao ist das bekannteste Bier, das in China produziert wird. Die Brauerei ist mittlerweile die sechstgrößte weltweit. Und wer hat´s erfunden, dieses beliebte chinesische Bier? Die Deutschen. 1903 wurde die Tsingtao Brauerei von deutschen Auswanderern in der ehemals deutschen Kolonialstadt Tsingtau gegründet. Und gebraut wurde – zumindest bis in die 80er Jahre - nach dem Deutschen Reinheitsgebot. Heute gehört das Unternehmen der Volksrepublik China und mehreren Anteilseignern aus Großbritannien, den USA und Japan. Und damit war´s dann auch vorbei, mit dem Reinheitsgebot.

Die Germanen verehrten das Bier. Und ihre Götter ebenso. So muss der Donnerott Thor der Sage nach dem Riesen Hymir einen gewaltigen Braukessel klauen. Seine Götterkollegen hatten den eigenen irgendwie verloren. Also brach Thor zusammn mit Tyr auf, um dem Riesen seinen Kessel zu stehlen. Am Ende sind alle Riesen tot, aber die Götter können wieder ihr geliebtes Bier brauen und reichlich konsumieren. Und wenn es donnert, dann hat sich Thor gerade mal wieder der Aufgabe angenommen, den Braukessel zu putzen. Auch in der skandnavischen Heldensage „Edda“ spielt das Bier eine große Rolle. Ihm sind 400 Verse gewidmet – für die Erschaffung der Welt reichen hingegen 200 Verse. 

Auch wenn man das Pils mit der tschechischen Stadt Pilsen verbindet, der Erfinder dieser weltberühmten Biersorte kommt aus Bayern. Braumeister Josef Groll aus Vilshofen wurde im Jahre 1842 im Bürgerlichen Brauhaus engagiert, um „den Böhmen in Pilsen ein gutes Bier zu brauen“. Das bisherige war nämlich derart unbeliebt, dass es aus Protest sogar öffentlich auf dem Marktplatz der böhmischen Stadt ausgeschüttet worden war. Diesem Misstand setzte Josef Groll ein Ende. Und mit der Erfindung moderner Kühltechnik eroberte das Pils die Welt.  

Der 500. Jahrestag des Erlasses des Reinheitsgebotes für Bier wird mit einer eine Sonderbriefmarke „gefeiert“. Das hat das Bundesministerium der Finanzen mitgeteilt. Der Bayerische sowie der Deutsche Brauerbund hatten sich mit einer Reihe namhafter Unterstützer sehr frühzeitig dafür eigesetzt, dieses herausragende Jubiläum auch durch die Herausgabe einer Sonderbriefmarke zu würdigen. Ob die Briefnarke beim Befeuchten nach Bier schmeckt, ist allerdings fraglich. 

Seit 1977 ist dieser zugegeben etwas fragwürdige Rekord ungebrochen: der US-Amerikaner Steven Petrosino hat einen Liter Bier in nur 1,3 Sekunden getrunken. Oder solte mans sagen gekübelt? Weil diese Zeit jedenfalls so ungalublich kurz ist, hat es bisher noch niemand weltweit geschafft, diese Sauf-Schallmauer zu durchbrechen. 

Der „Kampf“ um das stärkste Bier der Welt ist ein Wettstreit zwischen Schotten und Franken. Genauer: zwischen dem Schorschbräu aus Oberasbach bei Gunzenhausen und – zunächst – der schottischen Brauerei BrewDog. Letztere hatte das Bier "Sink the Bismarck" mit einem Alkoholgehalt von 41 Volumenprozenten auf den Markt gebracht. Dann zog Georg Tscheuschner mit dem „Schorschbock 57“ nach und holte den Titel „stärkstes Bier der Welt“ wieder nach Franken. Doch aktuell beansprucht die Brauerei „Brewmeister“ aus Schottland diesen Titel für sich. Ihr „Snake Venom“ enthält 67,5 % Alkohol und sollte deshalb nur in kleinsten Mengen genossen werden. 

US-Amerikanische Forscher haben sich das Bier als „Glücks-Bringer“ vorgenommen und Erstaunliches heraus gefunden. Denn es ist der Geschmack des Bieres, der beim Menschen die Dopamin-Aktivität im Belohungszentrum des Hirns auslöst. So werden beim Genuss von Bier echte Glücksgefühle verursacht. Dabei ist es völlig egal, ob Alkohol im Spiel ist oder nicht. 

Dass die Pilgerväter, die ersten englischen Siedler auf amerikanischen Boden, in der Nähe des heutigen Plymouth an Land gingen, hatte angeblich einen „durstigen“ Grund. Den Siedlern war nämlich das Bier an Bord ausgegangen und so wurde die Reise abgekürzt. Eigentlich hätte man nach Virginia schippern wollen.

Angeblich hat die bayerische Biergeschichte im Jahr 725 begonnen. Damals hat der Heilige Korbinian mit seinen Gefährten das Benediktinerkloster Weihenstephan gegründet. Und er soll damals schon Bier gebraut haben. So richtig offiziell wird es aber erst im Jahr 1040. Das ist das Gründungsdatum der ersten Klosterbrauerei in Bayern und der womöglich ältesten noch existierenden Brauerei der Welt. Heute werden in Weihenstephan an der Technischen Universität  die besten Braumeister der Welt ausgebildet.

Angeblich hat die bayerische Biergeschichte im Jahr 725 begonnen. Damals hat der Heilige Korbinian mit seinen Gefährten das Benediktinerkloster Weihenstephan gegründet. Und er soll damals schon Bier gebraut haben. So richtig offiziell wird es aber erst im Jahr 1040. Das ist das Gründungsdatum der ersten Klosterbrauerei in Bayern und der womöglich ältesten noch existierenden Brauerei der Welt. Heute werden in Weihenstephan an der Technischen Universität die besten Braumeister der Welt ausgebildet.

An Bord eines Space Shuttles ist das erste Weltraum-Bier gebraut worden. Eine Forscherin von der University of Colorado hatte dazu ein eigenes Brauverfahren entwickelt. Geschmacklich gabs keinen Unterschied zum Erdenbier, aber das Getränk wies einen höheren Alkoholgehalt auf. Warum das so ist, wird noch erforscht. Als problematisch erweis sich im luftleeren Raum allerdings die Kohlensäure, die im All viel schneller entweicht.

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